____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Elde
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Die Elde ist der lĂ€ngste Fluss in Mecklenburg-Vorpommern,cite-ref-2[2] liegt im SĂŒden und SĂŒdwesten dieses Landes und verbindet das Gebiet um die MĂŒritz mit der Elbe. Sie durchflieĂt in ihrem Oberlauf mehrere groĂe Seen der Mecklenburgischen Seenplatte. Der letzte dieser Seen ist der Plauer See, ab dem der Fluss staugeregelt ist. 180 Kilometer der insgesamt 208 Kilometercite-ref-laenge-3-0[3] langen Elde vom SĂŒdrand der MĂŒritz bis zur Elbe bei Dömitz sind schiffbar. Sie bilden die als BundeswasserstraĂe ausgewiesene MĂŒritz-Elde-WasserstraĂe.cite-ref-wsv35-4-0[4]
Contents
âą Flusslauf
âą Quelle
âą Flussnamen
âą Schiffbarer Teil
âą Alte Elde
âą Naturschutz
âą Anmerkung
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Flusslauf
Quelle
Die Quelle der Elde befindet sich beim Altenhofer Ortsteil Darze, sechs Kilometer sĂŒdöstlich des Plauer Sees und 20 Kilometer westlich der MĂŒritz. Die ersten etwa 600 Meter des Quellbachs flieĂen in einem unter einem Feld verlegten Rohr, aus dem er knapp 400 Meter westlich von Darze auf einer GelĂ€ndehöhe von etwa 90 m ĂŒ. NHN austritt.
In einigen Dokumenten werden andere Quellorte genannt. So verweisen die Karten des Amtes fĂŒr Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen beim Landesamt fĂŒr innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern auf einen beim Finckener Ortsteil KnĂŒppeldamm entspringenden Graben.cite-ref-5[A 1] Das Landesamt fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) nannte 1997 in den Beschreibungen zweier Biotope in der nĂ€heren Umgebung weitere Quellorte (nordöstlich von KnĂŒppeldammcite-ref-6[5] und in den Darzer Tannen nördlich der BundesstraĂe 198cite-ref-7[6]), entschied sich aber fĂŒr die Darzer Quelle.cite-ref-8[7]
Oberlauf und das Gebiet der groĂen Seen
Die Elde flieĂt zunĂ€chst nach SĂŒdosten. Von der Quelle bis zum MĂŒritzsee verlĂ€uft sie durch ein flaches, ehemals sumpfiges Gebiet. Sie ist meistens begradigt und von zahlreichen EntwĂ€sserungs- und QuellgrĂ€ben begleitet. Ihr Oberlauf ist ein groĂer, gegen den Uhrzeigersinn geformter, etwa Dreiviertel eines Kreises umfassender und bis Plau reichender Bogen. WĂ€hrend die Eldequelle nur sechs Kilometer Luftlinie von der SĂŒdspitze des Plauer Sees entspringt, erreicht sie den See erst nach etwa 80 Flusskilometern. Alle von der Elde durchflossenen Seen sind Teile dieses Bogens und gehören zur Mecklenburgischen Seenplatte.
Die ersten dieser Seen sind der Darzer See,cite-ref-11[10] der Finckener See, der Massower See, nach Unterquerung der Bundesautobahn 19 der Mönchsee und der Melzer See.
Bei Priborn erreicht die Elde den MĂŒritzsee und den sich anschlieĂenden MĂŒritzarm, anschlieĂend die Kleine MĂŒritz und schlieĂlich von SĂŒden her die MĂŒritz, den gröĂten See der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Abfluss aus der MĂŒritz liegt an deren nördlichen Zipfel (BinnenmĂŒritz bei der Stadt Waren). Auf dem jetzt westlichen Weg durchquert die Elde den Kölpinsee, den Fleesensee, den von der Stadt Malchow rechts gesĂ€umten Malchower See, den Petersdorfer See und nach dem Lenzer Kanal den Plauer See. In den langen Seestrecken vom MĂŒritzarm bis zum Plauer See ist die Elde als Fluss kaum wahrnehmbar. Zwischen MĂŒritz und Kölpinsee wird sie auch als Reeckkanal oder Ree(c)ke und zwischen Fleesensee, Malchower See und Petersdorfer See als Recken bezeichnet. Diese Namen sind slawischen Ursprungs (vergleiche polnisch rzeka, tschechisch Ćeka, russisch Đ Đ”Đșа).
Vom Plauer See zur Elbe
Ab Plau am See ist die Elde in fast ganzer LĂ€nge ein staugeregelter Fluss, wobei aber noch lange Altstrecken parallel existieren. Ăber LĂŒbz und Parchim ist die Flussrichtung ĂŒberwiegend westlich. Rund 14 Kilometer nach Parchim ist die Elde ĂŒber den Störkanal und die Stör mit dem Schweriner See verbunden. An diesem Abzweig wendet sich der Fluss nach SĂŒden und verlĂ€uft ĂŒber Neustadt-Glewe, Grabow und weiter in Richtung SĂŒdwesten nach Eldena.
Vor Eldena zweigt der Elde-Seitenkanal ab, der das meiste Wasser der Elde auf kurzem Weg ĂŒber Neu KaliĂ zur Elbe bei Dömitz fĂŒhrt. Der ursprĂŒngliche Flusslauf wendet sich hingegen ĂŒber Gorlosen nach SĂŒden und vereinigt sich bei Seedorf mit der Löcknitz. Bis etwa Ende des 19. Jahrhunderts wurde der gemeinsame Flusslauf meist als Elde oder Alte Elde bezeichnet,cite-ref-hempel-10-1[9]cite-ref-meyeralt-12-0[11]cite-ref-lk-13-0[12] spĂ€ter dagegen wurde er wie heute als Teil der Löcknitz angesehen.cite-ref-zeno-14-0[13]cite-ref-15[14] Nach der Vereinigung von Alter Elde und Löcknitz verlĂ€uft der Fluss in westliche Richtung. Die ursprĂŒngliche MĂŒndung in die Elbe lag wenige Kilometer östlich von Dömitz bei Klein Schmölen. Seit den 1970er Jahren wird die Löcknitz nördlich an Dömitz vorbeigefĂŒhrt, unterquert mittels eines DĂŒkers den Elde-Seitenkanal und mĂŒndet erst bei Wehningen in die Elbe.
Flussnamen
Die erste schriftliche ErwĂ€hnung fand 786 als in Eldam statt. Der Name Elde stammt aus einer alten indoeuropĂ€ischen Wurzel mit der Bedeutung 'flieĂen', 'strömen'.cite-ref-16[15] Alternative Deutungen leiten den Namen von der germanischen Wurzel *alÄa- fĂŒr 'genĂ€hrt, groĂ, altâ ab.cite-ref-17[16]
Die teilweise sehr langen, erhalten gebliebenen Altarme neben den staugeregelten Abschnitten, wie auch das StĂŒck von Eldena bis zur MĂŒndung in die Löcknitz, werden Alte Elde genannt. Zwischen den groĂen Seen heiĂt der Fluss auĂer Elde gelegentlich auch Reecke (siehe oben).
Die staugeregelten Abschnitte und der Kanal von Eldena nach Dömitz wurden frĂŒher als Neue Elde bezeichnet.cite-ref-meyeralt-12-1[11]cite-ref-lk-13-1[12] Diese Bezeichnung wurde langsam verdrĂ€ngt. Anfang der 1960er Jahre, als in Landkarten und anderen Veröffentlichungen noch Neue Elde eingetragen war,cite-ref-18[17]cite-ref-19[18] hieĂ der gesamte schiffbare Teil vom SĂŒdrand der MĂŒritz bis zur Elbe bei Dömitz auch Elde-MĂŒritz-WasserstraĂe. Dieser Name ging aus der 1936 vom Reichsverkehrsministerium benutzten Bezeichnung MĂŒritz-Elde-WasserstraĂe,cite-ref-20[19] hervor. Heute ist ebenfalls die Variante MĂŒritz-Elde-WasserstraĂe die offizielle Bezeichnung.
Schiffbarer Teil
MĂŒritz-Elde-WasserstraĂe
Die MĂŒritz-Elde-WasserstraĂe (MEW) ist eine Verbindung fĂŒr Binnenschiffe zwischen Elbe und Mecklenburgischer Seenplatte und ĂŒber den von der Elde abzweigenden Störkanal auch zum Schweriner See. Sie ist eine BundeswasserstraĂecite-ref-wsv35-4-2[4] der WasserstraĂenklasse I, fĂŒr die das WasserstraĂen- und Schifffahrtsamt Elbe zustĂ€ndig ist.
Die ĂŒblicherweise bergwĂ€rts fortlaufende Kilometrierung beginnt mit Kilometer 0,0 in Dömitz (bei Elbe-km 504,1). Bei Kilometer 56 zweigt der Störkanal ab. Das Ende der MĂŒritz-Elde-WasserstraĂe ist bei Kilometer 180 bei der Ortschaft Buchholz (12 km sĂŒdlich von Röbel) am MĂŒritzsee festgelegt.cite-ref-laenge-3-1[3] Der nicht schiffbare Teil der Elde mĂŒndet bereits vorher bei Priborn in den MĂŒritzsee, wo sich etwa gegenĂŒber auf der östlichen Seite bei Kilometer 171,9 der Anschluss der MĂŒritz-Elde-WasserstraĂe an die MĂŒritz-Havel-WasserstraĂe befindet.
Die Tauchtiefe betrĂ€gt zwischen Dömitz und Plauer See 1,20 Meter, auf der ĂŒbrigen Strecke durch die Mecklenburger Seenplatte, in der sich keine Schleusen mehr befinden, 1,40 Meter.
Die wirtschaftliche Bedeutung der WasserstraĂe ist heute aufgrund ihrer geringen Abmessungen eher gering, sie wird vorwiegend von Sportbooten und Ausflugsschiffen befahren. Im Jahr 2009 wurden in Dömitz 3481 und in Plau am See 7962 Wasserfahrzeuge geschleust.cite-ref-22[21]
Schleusen
Der Höhenunterschied von 49 Metern zwischen Elbe und Plauer See wird mit 17 Schleusen ĂŒberwunden. Die Schleuse mit der gröĂten Fallhöhe (6,9 Meter) befindet sich in Bobzin bei LĂŒbz. Die kĂŒrzeste Schleuse ist 41,50 Meter lang, und die schmalste Schleuse ist 5,20 Meter breit. Die geringsten festen Durchfahrtshöhen betragen von Dömitz bis Eldedreieck (MEW-km 0 bis 56,2) 4,22 m (FuĂgĂ€ngerbrĂŒcke Grabow bei MEW-km 29,8), von Eldedreieck bis Plau (MEW-km 56,2 bis 120,05) 4,34 m (diverse BrĂŒcken) und Seenstrecke (MEW-km 120 bis 180) 4,19 m (StraĂenbrĂŒcke Vipperow bei MEW-km 172,12).
AuĂer den Schleusen Plau, LĂŒbz und Dömitz sind 14 Schleusen zu Selbstbedienungsschleusen umgebaut worden. Deren Ăberwachungszentrale hat ihren Sitz in Parchim.
| Schleuse | Kilometer [ 22 ] | Bedienung | Stauziel [ 23 ] (m ĂŒ. NN) | Stauziel [ 23 ] (m ĂŒ. NN) | Schleusen- Tore | Wasser- Turbinen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Plau | 120,05 | Vor Ort bedient | max. 62,36 min. 61,61 | max. 62,36 min. 61,61 | Stemmtore | |
| Barkow | 114,04 | Selbstbedienungsschleuse | 60,68 | 60,68 | Oberhaupt: Klapptor Unterhaupt: Stemmtore | 1 Francis |
| Bobzin | 103,78 | Selbstbedienungsschleuse | 57,47 | 57,47 | Oberhaupt: Klapptor Unterhaupt: Stemmtore | 1 Francis |
| LĂŒbz | 98,94 | Vor Ort bedient | 50,56 | 50,56 | Oberhaupt: Klapptor Unterhaupt: Stemmtore | |
| Neuburg | 83,33 | Selbstbedienungsschleuse | 47,62 | 47,62 | Oberhaupt: Klapptor Unterhaupt: Stemmtore | |
| Schleuse Parchim | 72,09 | Selbstbedienungsschleuse | 43,82 | 43,82 | Oberhaupt: Hubtor Unterhaupt: Stemmtore | |
| Garwitz | 60,75 | Selbstbedienungsschleuse | 40,74 | 40,74 | Stemmtore | |
| â Störkanal | 56,00 | | | | | |
| Lewitz | 50,56 | Selbstbedienungsschleuse | 36,80 | 36,80 | Stemmtore | 1 Kaplan |
| Neustadt-Glewe | 46,16 | Selbstbedienungsschleuse | 33,11 | 33,11 | Stemmtore | 2 Kaplan |
| Hechtsforth | 34,78 | Selbstbedienungsschleuse | 30,92 | 30,92 | Oberhaupt: Klapptor Unterhaupt: Stemmtore | 2 Francis |
| Grabow | 30,82 | Selbstbedienungsschleuse | 27,69 | 27,69 | Stemmtore | stillgelegt 2 Francis (*) |
| GĂŒritz | 22,74 | Selbstbedienungsschleuse | 25,76 | 25,76 | Oberhaupt: Hubtor Unterhaupt: Stemmtore | |
| Eldena | 17,97 | Selbstbedienungsschleuse | 22,48 | 22,48 | Stemmtore | |
| MalliĂ | 9,46 | Selbstbedienungsschleuse | 20,75 | 20,75 | Stemmtore | |
| Findenwirunshier | 5,81 | Fernbedienungsschleuse | 18,76 | 18,76 | Stemmtore | 2 Francis |
| Neu KaliĂ | 4,94 | Selbstbedienungsschleuse | 16,49 | 16,49 | Stemmtore | 2 Francis |
| Dömitz | 0,95 | Vor Ort bedient | 14,75 | 14,75 | Stemmtore | |
| Elbe | 0,00 | | mittl. Pegel 12,54 | mittl. Pegel 12,54 | | |
(*) Das stillgelegte Kraftwerk in Grabow befindet sich in der BolbrĂŒggeschen MĂŒhle an der Alten Elde in der Innenstadt, etwa einen Kilometer von der Schleuse entfernt.
Alte Elde
Als Alte Elde werden verschiedene erhalten gebliebene Abschnitte des ursprĂŒnglichen Flusslaufs bezeichnet. Dazu zĂ€hlen:
âą die Elde sĂŒdlich von Eldena nach der Trennung vom Elde-Seitenkanal und
⹠zahlreiche, nicht zusammenhÀngende Altarme zwischen Eldena und dem Plauer See parallel zu den staugeregelten Abschnitten.
Die von Eldena kommende und heute beim brandenburgischen Seedorf in der Löcknitz endende Alte Elde wurde in den Jahren 2005 und 2006 in einem lĂ€nderĂŒbergreifenden (Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg) Projekt renaturiert.cite-ref-25[24]
Einen lĂ€ngeren zusammenhĂ€ngenden Abschnitt eines Altwassers gibt es nördlich der WasserstraĂe östlich von LĂŒbz bei Kuppentin. Er ist wegen des Vorkommens seltener Tier- und Pflanzenarten und des Vorhandenseins fast naturnaher GewĂ€sserstrukturen als Naturschutzgebiet ausgewiesen.cite-ref-26[25] Zwischen LĂŒbz und Parchim ist die Alte Elde auf mehreren TeilstĂŒcken teils rechts, teils links der WasserstraĂe erhalten. Zwischen der EinmĂŒndung des Störkanals und Neustadt-Glewe befindet sich der Altlauf, dort auf neueren Karten teilweise nur als Elde bezeichnet, rechts der WasserstraĂe. In Grabow flieĂt ein StĂŒck Alte Elde wie frĂŒher durch die Innenstadt und weiter bis GĂŒritz links der WasserstraĂe.
Nutzungs-Geschichte
FrĂŒhe ErwĂ€hnung
Die Elde wird in einer im Mecklenburgischen Urkundenbuch veröffentlichten Urkunde aus dem Jahre 786 ĂŒber die Stiftung des Bistums Verden durch Karl den GroĂen erwĂ€hnt. Deren Echtheit ist allerdings umstritten. 946 stellte Otto I. dem Bistum Havelberg einen Stiftungs- und Bewidmungsbrief aus, in dem dessen Nordgrenze entlang der Elde bis zu deren MĂŒndung in die Elbe festgelegt wurde. Heinrich der Löwe nannte 1163 als Grenze des Bistums Ratzeburg die Elde bis zu ihrer MĂŒndung.cite-ref-27[26]
Alte PlÀne und erste Arbeiten
Nachdem LĂŒbeck 1398 ĂŒber die Stecknitzfahrt auf dem Wasserweg Anschluss an die Elbe erhalten hatte, geriet das auf Salzhandel spezialisierte Wismar ins Hintertreffen.cite-ref-ddmv-28-0[27]cite-ref-stuhr-29-0[28] Man suchte ebenfalls einen direkten Wasserweg, auf dem LĂŒneburger Salz von der Elbe her nach Wismar gebracht werden konnte. Eins der Projekte sah eine Verbindung ĂŒber die Boize und den Schaalsee zum Schweriner See vor. Einen Schiffsverkehr ĂŒber die Elde einzurichten, hatten schon die mecklenburgischen Herzöge Magnus II. und Balthasar versucht. Aber weder die Herzöge noch die Stadt Wismar sahen sich in der Lage, das Projekt zu finanzieren. Wismar suchte unter anderem ohne Erfolg in Magdeburg um Finanzierungshilfe nach.cite-ref-mm-30-0[29] Ein weiteres Problem waren die fehlenden Nutzungsrechte fĂŒr ein kurzes EldeteilstĂŒck auf brandenburgischem Gebiet. Das Projekt fand erst unter Herzog Albrecht VII. 1531 wieder ErwĂ€hnung. Dieser hatte Prinzessin Anna, eine Tochter des KurfĂŒrsten Joachim I. von Brandenburg, geheiratet und hoffte so und durch diplomatische Beziehungen mit benachbarten FĂŒrsten und StĂ€nden, bei denen er um finanzielle UnterstĂŒtzung warb, die Brandenburger vom Nutzen eines Schifffahrtsweges ĂŒberzeugen zu können.
1566 lieĂ Herzog Johann Albrecht I. vier Schleusen an Stör und Elde errichten. Auf einer mĂŒhseligen Fahrt, auf der das Boot trotz eines Tiefgangs von nur 60 cm ĂŒber mehrere flache Stellen gezogen werden musste, reiste im Mai 1567 eine Kommission, der Tilemann Stella als Vertreter Johann Albrechts angehörte, von Viecheln am Nordufer des Schweriner Sees nach Dömitz. Joachim II., KurfĂŒrst von Brandenburg, lieĂ sich jedoch nicht vom Nutzen eines Schifffahrtsweges ĂŒberzeugen, so dass Stella den unteren Abschnitt der Elde nicht weiter in seine Planungen einbezog. Die Arbeiten an der Schleuse in Gorlosen nahe der Grenze zu Brandenburg wurden eingestellt.cite-ref-mm-30-1[29]
Der Bau des Elde-Seitenkanals im 16. Jahrhundert
Ein Ausweg war der Bau einer direkten Wasserverbindung von Eldena nach Dömitz auf mecklenburgischem Gebiet. Der Vorteil, dass die mecklenburgische Seite alle Zolleinnahmen erhalten konnte, ĂŒberwog den Nachteil möglicher Konflikte mit den brandenburgischen Nachbarn.
Das zu durchquerende Terrain wurde von April bis Mai 1568 erkundet und ausgemessen. Im August des Jahres wurde mit den Arbeiten am Graben zwischen Dömitz und dem Brantlewe, einem sumpfigen Gehölz in der NĂ€he der Stadt, begonnen.cite-ref-mm-30-2[29] Auch von Eldenaer Seite arbeitete man sich voran.cite-ref-malliss-31-0[30] Zur Finanzierung wurde im April 1569 landesweit eine Steuer erhoben, von der nur die Ritterschaft ausgenommen war. Bereits im November stellte der Wallmeister Jost Spangenberg ein baldiges Ende der Arbeiten in Aussicht. Einen RĂŒckschlag erlitt das Projekt im August 1571, als Johann Georg, KurfĂŒrst von Brandenburg, kurz nach seinem Amtsantritt vier Schleusen und Teile des Grabens durch Adlige, Bauern und Knechte zerstören lieĂ. Die Kanalarbeiter bedrohte er fĂŒr den Fall der bei Fortsetzung ihrer Arbeit mit dem Tod. KurfĂŒrst August von Sachsen griff schlichtend in den Streit ein.cite-ref-mm-30-3[29]
Im Februar 1572 war die Kanalverbindung zwischen Eldena und Dömitz, die Neue Elde, mit sieben Schleusen so gut wie fertiggestellt. Mit Ausnahme einer Steinschleuse in Dömitz waren die Schleusen aus Holz.cite-ref-malliss-31-1[30] Am 11. August 1572 erreichte das erste Schiff auf dem Kanal Dömitz.cite-ref-mm-30-4[29] Nach von Herzog Johann Albrecht angeordneten VergröĂerungen der Schleusen und MĂ€ngelausbesserungen wurde schlieĂlich am 15. MĂ€rz 1575 den StĂ€dten Magdeburg und Hamburg vermeldet, dass die Neue Fahrt in beiden Richtungen schiffbar sei.cite-ref-malliss-31-2[30] Eine durchgehende Schifffahrt von Viecheln am Nordufer des Schweriner Sees bis an die Elbe war damit möglich.
Die seit 1480 geplante schiffbare Verbindung vom Schweriner See nach Wismar, die sogenannte Viechelnsche Fahrt oder spÀter der Wallensteingraben, wurde jedoch nie fertiggestellt, und bereits gebaute Teile verfielen wieder.cite-ref-ddmv-28-1[27]
Eldeausbau im 19. Jahrhundert
Die wirtschaftliche Entwicklung im beginnenden 19. Jahrhundert legte einen weiteren Ausbau der Schifffahrtswege im Bereich der Elde nahe. So wurden Verbindungsstrecken zwischen den Seen, sogenannte Reeken, bei Waren und am Plauer See auf 40 FuĂ verbreitert und von 1798 bis 1803 Schleusen- und MĂŒhlenanlagen modernisiert. 1831 bildete sich die Elde-Actien-SocietĂ€t, die sich die Schiffbarmachung der Elde von der MĂŒritz bis zur Elbe, der Stör zum Schweriner See und der Verbindung von der MĂŒritz zur Havel zur Aufgabe machte. Ein Drittel der Kosten von insgesamt 400.000 Reichstalern wollte das Land Mecklenburg ĂŒbernehmen.cite-ref-stuhr-29-1[28] Wichtigstes Projekt war der Bau des Friedrich-Franz-Kanalscite-ref-ddmv-28-2[27] von 1832 bis 1834 oberhalb von Neustadt-Glewe, der den ursprĂŒnglichen Flusslauf der Elde im Lewitzbruch abkĂŒrzte.cite-ref-zeno-14-1[13] Er ist als Dammstrecke ausgefĂŒhrt, das heiĂt, der Wasserspiegel befindet sich ĂŒber dem Niveau der umgebenden Landschaft. AuĂerdem wurden Schleusen erneuert oder neu angelegt; der alte Störkanal wurde vertieft. In die gleiche Zeit fiel die Schaffung einer Verbindung der Elde zur Havel ĂŒber die MĂŒritz durch den Bau des Bolter Kanals.cite-ref-ddmv-28-3[27] Der bereits zuvor durch MĂŒhlenstaue schwankende Wasserstand der MĂŒritz fiel wĂ€hrend der Elderegulierungen zwischen 1798 und 1836 um insgesamt 1,30 Meter.cite-ref-32[31]
Obwohl die Elde-Actien-SocietĂ€t wegen gestiegener Baukosten zunĂ€chst Darlehen aufnehmen musste, reichten in den ersten Jahren die Einnahmen durch SchleusengebĂŒhren aus, um einen kleinen Gewinn zu erwirtschaften. Seit Ende der 1840er Jahre machte sich mehr und mehr die Konkurrenz durch Eisenbahnen, wie etwa der Berlin-Hamburger Bahn, bemerkbar. 1857 musste die Gesellschaft deswegen ihre Rechte an die Landesherren abtreten, die auch die Schulden ĂŒbernahmen.cite-ref-stuhr-29-2[28] Des Weiteren erwies sich die Begrenzung der SchiffsgröĂen als Nachteil. Die Bauten waren ursprĂŒnglich auf 20 Last (etwa 50 Tonnen) ausgelegt, spĂ€ter wurde eine BeschrĂ€nkung auf 25 Last vorgeschrieben. Der Bau einzelner Flussbegradigungen, wie etwa des Grabower und des GĂŒritzer Kanals flussabwĂ€rts von Grabow, reichten nicht aus.
In einem Gutachten fĂŒr die Landesregierung stellte der Berliner Baurat Adolf Wiebe von 1877 fest, dass die mecklenburgischen WasserstraĂen niemals groĂen durchgehenden Verkehr aufnehmen könnten. Er hielt jedoch einen Ausbau fĂŒr Schiffe von 40 Meter LĂ€nge und bis zu 2500 Zentnern (125 Tonnen) Beladung fĂŒr sinnvoll. Nach lĂ€ngeren Verhandlungen wurde auf dem Landtag von 1890 der Ausbau beschlossen; 1,5 Millionen Mark wurden aus Landesmitteln bewilligt.cite-ref-stuhr-29-3[28]
Zu den wichtigsten BaumaĂnahmen gehörte der Ausbau der KanĂ€le (Elde-Seitenkanal und SchleusenkanĂ€le) zwischen Dömitz und Grabow und nördlich von Neustadt. Weitere Kanalbauprojekte, wie etwa der erneute Ausbau des Wallensteingrabens oder eine Verbindung von Rostock nach Berlin ĂŒber Warnow, Nebel, Krakower und Plauer See sowie die MĂŒritz standen zu dieser Zeit in Aussicht oder waren bereits (etwa mit dem BĂŒtzow-GĂŒstrow-Kanal) in Angriff genommen. In diesem Zusammenhang wurde ein acht Kilometer lange Schleusenkanalabschnitt zwischen Grabow und Neustadt bereits fĂŒr 51,5 Meter lange Schiffe mit bis zu 7000 Zentnern (350 Tonnen) ausgelegt und im Herbst 1895 fertiggestellt. Restarbeiten fanden in den Jahren 1896 und 1897 statt. Die Baukosten hatten sich auf etwas ĂŒber zwei Millionen Mark erhöht.cite-ref-stuhr-29-4[28]
Arbeiten im 20. Jahrhundert
Auch ohne Verbindung zur Ostsee hatte die Elde hohe Bedeutung wegen der Beförderung landwirtschaftlicher Produkte nach Hamburg. 1921 begannen erneut umfangreiche Regulierungen am Flusslauf, die in den 1930er Jahren fortgefĂŒhrt wurden. Sie dienten unter anderem dem Ziel, ĂŒber die Elde eine schnelle und sichere Verbindung von Hamburg nach Berlin herzustellen. Der Wasserpegel auf der Elbe oberhalb von Dömitz war im Vergleich zu denen der Elde und der Havel zu wenig stabil.cite-ref-33[32] Durch die Zusammenfassung von Staustufen sollten an den Schleusen höhere Fallhöhen fĂŒr den eintrĂ€glichen Betrieb von Wasserkraftwerken erreicht werden.cite-ref-berichte-34-0[33] Obwohl diese PlĂ€ne mehrheitlich nicht ausgefĂŒhrt wurden, blieb die Elde bis einschlieĂlich der DDR-Zeit wichtiger Transportweg, an dem sich auch verarbeitende Industrien ansiedelten.cite-ref-ddmv-28-4[27] Nach dem Mauerbau 1961 wurde die Zufahrt zur Elbe gesperrt.
Nach 1990 war die Passage zur Elbe wieder frei passierbar. Durch den weitgehenden Zusammenbruch der Industrie in der Region hat die Elde jedoch fĂŒr die Frachtschifffahrt praktisch keine Bedeutung mehr. Sie dient heute vor allem dem touristischen Verkehr.
EldemĂŒndung und Dömitzer Hafen
Die MĂŒndung der Elde wurde mehrfach verlegt. Stellas Karte aus dem Jahr 1576 (siehe oben) deutet darauf hin, dass sich die Elde bereits vor dem Bau der Neuen Elde sĂŒdlich von Dömitz der Elbe nĂ€herte, jedoch erst nach östlichem Umlaufen der Stadt nordwestlich in den Strom mĂŒndete. Eine Karte des Geometers Gerhart Evert Pilooth von 1612 zeigt eine Steinschleuse an der MĂŒndung der Neuen Elde mit der Inschrift âHyr compt der Nye Elde durch dissen steinen SlĂ€ysz in den olden Eldeâ. Die Schleuse wurde 1722 und 1823 renoviert und zum Schutz vor ĂberfĂ€llen mit einer Schanze umgeben.cite-ref-malliss-31-3[30] Sie wird nicht mehr genutzt, ist aber erhalten geblieben und steht unter Denkmalschutz.cite-ref-denkmallulu-36-0[35] Auch eine Karte Mecklenburgs aus dem Jahr 1645 zeigt eine AnnĂ€herung der Alten Elde mit Verbindung zur Elbe bei Klein Schmölen mit anschlieĂendem östlichem UmflieĂen von Dömitz.cite-ref-37[36] SpĂ€ter mĂŒndet die Alte Elde bei Klein Schmölen und das Dove Elde genannte Bett bei Dömitz bildet einen Seitenarm der Elbe.
Bei der Elderegulierung 1831 bis 1836 wurde die MĂŒndung des Elde-Seitenkanals in den Elbe-Seitenarm verlegt, und von 1835 bis 1836 wurden eine Kammerschleuse mit WĂ€nden aus massivem Ziegelmauerwerk und ein neuer Schiffsliegeplatz errichtet. Zur Anlage gehörte eine seitliche Sturzschleuse, ĂŒber die das aufgestaute Eldewasser in den Seitenarm abflieĂen konnte. Es wurde möglich, mit bis zu 40 Meter langen Schiffen nach Schwerin zu gelangen.
In die Zeit des Baus der Dömitzer EisenbahnbrĂŒcke von 1871 bis 1873 fiel eine erneute Verlegung der MĂŒndung des Elde-Seitenkanals, diesmal direkt in die Elbe, wobei der Aushub des neuen Flussbettes fĂŒr den zur BrĂŒcke fĂŒhrenden Bahndamm Verwendung fand. Bis 1890 wurde ein neuer Hafen errichtet, dieser erhielt Anschluss an die Bahnstrecke LĂŒneburg-Wittenberge. Eine 1934 geplante Erweiterung des Hafenbeckens wurde nicht verwirklicht.cite-ref-eh-d-mitz-38-0[37]
1938 wurde ein noch erhaltener Getreidespeicher als ein gegen Luftangriffe sicheres Stahlbetonzellensilo errichtet.cite-ref-ddmv-28-5[27] Nach dem Zweiten Weltkrieg behielt der Hafen in Dömitz zunĂ€chst seine Bedeutung, da eine entsprechende Infrastruktur fĂŒr den GĂŒterverkehr per Bahn noch nicht wieder im benötigten Umfang zur VerfĂŒgung stand. Wegen der Grenzlage zur Britischen Besatzungszone gab es jedoch erste EinschrĂ€nkungen. Als Ersatz fĂŒr bisher ĂŒber den Hamburger Hafen abgewickelte Getreidetransporte von der Sowjetunion in die Tschechoslowakei wurde in den 1950er Jahren eine Getreideumschlaganlage errichtet, die Getreideanlieferungen per Bahn aus dem Wismarer Hafen ermöglichen sollte. Zur Nutzung kam es jedoch nicht mehr, da mit der Grenzsicherung ab 1961 der GĂŒterumschlag in Dömitz vollstĂ€ndig aufgegeben wurde. Der Hafen wurde GrenzbootstĂŒtzpunkt. Um Dömitz aus der FĂŒnf-Kilometer-Sperrzone herausnehmen zu können, wurde der Hafen 1973 mit hohen ZĂ€unen umgeben. Hafen und Schleuse wurden vernachlĂ€ssigt. Vor der nach 1989 erfolgten Wiederinbetriebnahme des Dömitzer Hafens und des Elbanschlusses des Elde-Seitenkanals wurde die Kammerschleuse, von der Mitte der 1980er Jahre eine Wand wegen BaufĂ€lligkeit abgebrochen werden musste, erneuert.cite-ref-eh-d-mitz-38-1[37] Teile der Getreideumladeanlage wurden 1990 abgerissen. Ihr als Stahlbetonkonstruktion errichteter Teil wird nach einem Umbau gastronomisch genutzt.cite-ref-ddmv-28-6[27]
Wasserkraftanlagen
Von den insgesamt 22 Wasserkraftanlagen in Mecklenburg-Vorpommern liegen neun an der Elde und am Elde-Seitenkanal.cite-ref-39[38] In diesem Fluss-Abschnitt betrÀgt das GefÀlle etwa 50 Meter. Die Anlagen befinden sich meist neben oder nahe bei den Schleusen und nutzen deren Freiflut (zum Schleusen nicht benötigtes Wasser).
Es handelt sich um die Wasserkraftanlagen (siehe auch Abschnitt: Schleusen) in Barkow, im LĂŒbzer Ortsteil Bobzin, in Neustadt-Glewe (zwei Anlagen: Lewitzschleuse und das ElektrizitĂ€tswerk Neustadt-Glewe an einem Seitenarm der Elde in der Innenstadt), in Grabow (Hechtsforthschleuse) und in Neu KaliĂ (zwei Anlagen: Findenwirunshier, Neu KaliĂ bei der Papierfabrik). Das Wasserkraftwerk in Grabow (in der BolbrĂŒggesche MĂŒhle an der Alten Elde in der Innenstadt) ist stillgelegt.cite-ref-40[39]
Naturschutz
Die Elde durchlÀuft einen Nationalpark und acht Naturschutzgebiete (NSG).
âą Am Oberlauf befindet sich das Naturschutzgebiet Mönchsee, ein Flachsee mit umliegendem Verlandungsmoor, das Brut- und Rastplatz fĂŒr Wasservögel ist.
âą An und teils in der MĂŒritz liegen der MĂŒritz-Nationalpark und die NSGe MĂŒritzsteilufer bei Rechlin und GroĂer Schwerin und Steinhorn.
âą Am Kölpinsee befinden sich die NSGe Damerower Werder und das stark durch Wasserspiegelschwankungen des Kölpinsees beeinflusste BlĂŒchersches Bruch und Mittelplan.
âą Mit der Unterschutzstellung des Gebiets Nordufer Plauer See wird der Erhalt, die Pflege und die Entwicklung einer Landschaft mit Seen, Mooren, WĂ€ldern und Feuchtwiesen verfolgt.
âą Der ursprĂŒngliche Verlauf der Elde steht im Gebiet Alte Elde bei Kuppentin zur Erhaltung der artenreichen Fischfauna und der angrenzenden Feuchtwiesen und WĂ€lder unter Naturschutz.
âą Nördlich von Neustadt-Glewe durchlaufen die ursprĂŒngliche und die staugeregelte Elde das Naturschutzgebiet Fischteiche in der Lewitz. Der Wasserspiegel der beidseits der staugeregelten Elde liegenden Teiche ist tiefer als der der WasserstraĂe.cite-ref-41[40]
Anmerkung
cite-note-5A 1. â Dies stĂŒtzte sich nach eigener Aussage auf die Erfassung örtlicher Topographen in den 1950er und 1960er Jahren. Wie nach Korrespondenz mit dem Landesamt zu erfahren war, wird man sich bei der Laufendhaltung der Karten jedoch der Lesart des Landesamtes fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern anschlieĂen, das seinerseits den Eldelauf in Absprache mit dem örtlichen Wasser- und Bodenverband MĂŒritz festlegte. Die Eldequelle wird man jedoch nicht mehr explizit als solche ausweisen. (Bilder zur Grabenquelle bei KnĂŒppeldamm)
Literatur
âą Bodo MĂŒller: Von der Elbe zur MĂŒritz. 4. Auflage. Edition Maritim, Hamburg 2005, ISBN 3-89225-256-4.
âą Friedrich Stuhr: Der Elbe-Ostsee-Kanal zwischen Dömitz und Wismar. In: Verein fĂŒr Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde: JahrbĂŒcher des Vereins fĂŒr Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, 1899, Band 64, S. 193â260; hsb.hs-wismar.de (Memento vom 26. September 2007 im Internet Archive).
âą Martin Eckoldt (Hrsg.): FlĂŒsse und KanĂ€le, Die Geschichte der deutschen WasserstraĂen. DSV, Hamburg 1998, ISBN 978-3-88412-243-3.
Weblinks
Commons
: Elde
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: MĂŒritz-Elde-WasserstraĂe
â ReisefĂŒhrer
Einzelnachweise
cite-note-de-hh-gkjb2013-11. Deutsches GewÀsserkundliches Jahrbuch Elbegebiet, Teil III 2013. (PDF) In: dgj.de. Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburg Port Authority, S. 135, abgerufen am 7. MÀrz 2021 (ISSN 0949-3654).
cite-note-22. â Angaben. Statistisches Bundesamt.
cite-note-laenge-33. â LĂ€ngen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der BinnenwasserstraĂen des Bundes (Memento vom 21. Januar 2016 im Internet Archive), Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
cite-note-wsv35-44. â Chronik ĂŒber den Rechtsstatus der ReichswasserstraĂen/BinnenwasserstraĂen des Bundes im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach dem 3. Oktober 1990. (Memento vom 21. Juli 2014 im Internet Archive; PDF; 1,0 MB) Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.
cite-note-65. â Biotopbeschreibung Feldgehölz mit Eldequelle nordöstl. KnĂŒppeldamm. (PDF; 21 kB) umweltkarten.mv-regierung.de, LUNG; abgerufen am 18. April 2010
cite-note-76. â Biotopbeschreibung Quellried nördl. B198 in Darzer Tannen. (PDF; 18 kB) umweltkarten.mv-regierung.de, LUNG; abgerufen am 18. April 2010
cite-note-87. â von LUNG veröffentlichte alte Landkarte mit Eintrag Elde zwischen Darze und Fincken. umweltkarten.mv-regierung.de (Suchbegriff: "Altenhof").
cite-note-98. â Eintrag Elde in Meyers Konversationslexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, 4. Auflage, 1885â1892
cite-note-hempel-109. â Gustav Hempel: Geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Meklenburger Landes. Frege, 1837; books.google.de
cite-note-1110. â So benannt in: Friedrich August von Rudloff: Neuere Geschichte von Mecklenburg. 2. Band. 1822, S. 168; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-meyeralt-1211. â Elde. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 5, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885â1892, S. 507â507.
cite-note-lk-1312. â diverse Landkarten, Beispiel, Beispiel 2
cite-note-zeno-1413. â Elde. In: Meyers GroĂes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 5: DifferenzgeschĂ€fteâErde. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1906, S. 598 (Digitalisat. zeno.org).
cite-note-1514. â diverse Landkarten, Beispiel
cite-note-1615. â Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der LĂ€nder Brandenburg und Berlin. Alter â Herkunft â Bedeutung. be.bra Wissenschaft, Berlin 2005, ISBN 3-937233-30-X.
cite-note-1716. â Albrecht Greule: Deutsches GewĂ€ssernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 120, âEldeâ (Auszug in der Google-Buchsuche).
cite-note-1817. â Elde. In: Meyers Neues Lexikon. Bibliographisches Institut, Leipzig 1965
cite-note-1918. â Atlas fĂŒr Motortouristik, Berlin 1964
cite-note-2019. â Reichsverkehrsblatt, A, 1936, S. 31
cite-note-2120. â diverse Landkarten
cite-note-2221. â MĂŒritz-Elde und Stör-WasserstraĂe (Memento des Originals vom 30. Dezember 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wsv.de Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg.
cite-note-232. Elektronisches WasserstraĂen-Informationssystem (ELWIS). (Memento vom 15. November 2012 im Internet Archive; PDF; 188 kB)
cite-note-243. Die Elbe von der MĂŒndung der Havel bis zum Wehr Geesthacht. (Memento vom 14. Dezember 2007 im Internet Archive; PDF; 9,4 MB) Internationale Kommission zum Schutz der Elbe.
cite-note-2524. â Bericht. (Memento vom 18. Januar 2016 im Internet Archive) Allianz-Umweltstiftung; abgerufen am 18. Januar 2016.
cite-note-2625. â Verordnung ĂŒber das Naturschutzgebiet Alte Elde bei Kuppentin (Memento vom 11. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) (1995) mv.juris.de
cite-note-2726. â Hans Ullrich Thee: Als die Elde zum ersten Mal erwĂ€hnt wurde. In: Schweriner Volkszeitung, 6. Januar 1979.
cite-note-ddmv-2827. â Bernd Klinghammer: Auf FlĂŒssen und KanĂ€len in Mecklenburg. Zur Geschichte der Elbe-Elde-MĂŒritz-WasserstraĂe in Mecklenburg und der BinnenhĂ€fen Schwerin, Dömitz und Waren. In: Denkmalschutz und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Obotritendruck Schwerin, Schwerin 2001, Heft 8, S. 20â26
cite-note-stuhr-2928. â Friedrich Stuhr: Der Elbe-Ostsee-Kanal zwischen Dömitz und Wismar. In: JahrbĂŒcher des Vereins fĂŒr Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, 1899, Band 64, S. 193â260; lexikus.de @1@2Vorlage:Toter Link/www.lexikus.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2023. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
cite-note-mm-3029. â Horst ZĂ€nger: Heringe auf groĂer Fahrt. Nach lĂ€ngeren Streitigkeiten Neue Elde-Fahrt vor 425 Jahren eröffnet. Mecklenburg-Magazin der Schweriner Volkszeitung, Mai/Juni 1997
cite-note-malliss-3130. â Ewald Jörn: Der Bau des Neuen Grabens bei Dömitz 1568â72. In: 700 Jahre Festung Dömitz. Sonderdruck der Mecklenburgischen Monatshefte. Hinstorff Verlag, Rostock 1935; malliss.de
cite-note-3231. â Fred Ruchhöft: Der Wasserstand der âOberen Seenâ in Mecklenburg in Mittelalter und frĂŒher Neuzeit. In: ArchĂ€ologische Berichte aus Mecklenburg-Vorpommern, 1999, Band 6.
cite-note-3332. â Henry Gawlick. In: Wolfhard Eschenburg (Hrsg.): Die Griese Gegend in Fotografien von Karl Eschenburg. Hinstorff, Rostock 2003, S. 23.
cite-note-berichte-3433. â Hans Czesienski: Die wichtigsten Probleme der MĂŒritz-Elde-WasserstraĂe und der Oberen Havel. In: H. J. Kramm (Hrsg.): Geografische Berichte, 1964, 9. Jg., S. 219â225; VEB Hermann Haack.
cite-note-3534. â Unternehmensdarstellung des VermessungsbĂŒros Wagner-Weinke. (Memento vom 2. April 2013 im Internet Archive; PDF) griesegegend-online.de; Schwerin/GĂŒstrow.
cite-note-denkmallulu-3635. â Denkmalliste. (Memento vom 2. April 2013 im Internet Archive; PDF) Landkreis Ludwigslust.
cite-note-3736. â Mecklenburg-Karte aus dem Jahr 1645 - griesegegend-online.de (Die Karte erweist sich jedoch in einigen Details als fehlerhaft, wie etwa beim Verlauf der Oberwarnow mit MĂŒndung in LĂŒbz, im fehlenden Verlauf der Oberelde, im Verlauf der Nebel)
cite-note-eh-d-mitz-3837. â JĂŒrgen Scharnweber: Elbehafen Dömitz. Zur Geschichte der Binnenschiffahrt zwischen Elbe und Elde. T.H.O.R.A.-Verlag, Schwerin 1990.
cite-note-3938. â Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) â Abflussregulierungen. (Memento des Originals vom 13. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wrrl-mv.de wrrl-mv.de
cite-note-4039. â Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) â Wasserkraftanlagen in Mecklenburg-Vorpommern (Karte). (Memento des Originals vom 23. September 2011 im Internet Archive; PDF; 789 kB) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wrrl-mv.de wrrl-mv.de
cite-note-4140. â Die Naturschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern. Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern, ISBN 3-910150-52-7